Abdichtung von Lecks
SEALS (Super-Efficient Automatic Leakage Stopper) ist unsere Funktion für die Abdichtung von Lecks. Sie findet in Netzen Leckpfade zwischen Innen- und Außenvolumen und schließt diese Pfade. Der grundlegende Prozess besteht darin, die Funktion zur Generierung von Außennetzen im allgemeinen Vernetzer zu verwenden, um zunächst ein Netz zu erzeugen, das sowohl die Innen- als auch die Außenvolumen erfasst. Dann wird SEALS verwendet, um Lecks zu erkennen, durch die sich das Fluidnetz in unbeabsichtigte Bereiche ausbreitet, und um diese Spalte zu schließen.
In einigen Fällen kann das Erkennen von Lecks mit standardmäßigen CAD-basierten Funktionen eine Herausforderung darstellen. Dann erweist sich diese Funktion als äußerst effektiv, da sie den Erkennungsprozess automatisiert und dadurch den manuellen Aufwand reduziert, eine erhebliche Zeitersparnis bringt und die CAD-Bereinigung vereinfacht. Die Funktion identifiziert mit einem einzigen Klick alle Spalte und dichtet sie ab. So ermöglicht sie die Extraktion der Fluiddomäne und die Trennung von Innen- und Außenvolumen gemäß den Anforderungen des Benutzers. Sobald die Lecks geschlossen sind, kann dasselbe Netz für Simulationen verwendet werden, sodass keine erneute Netzgenerierung erforderlich ist. Eine Beschreibung der Steuerungen, die für diese Funktion verfügbar sind, finden Sie im Thema
Funktionen für die Abdichtung von Lecks (SEALS). Zunächst zeigen wir Ihnen jedoch ein Beispiel, um die typische Verwendung von SEALS zu veranschaulichen.
Illustration der SEALS-Funktionen anhand eines Lkw-Modells
Betrachten wir als Beispiel das Lkw-Modell in der Abbildung unten, um die Funktionen von SEALS besser zu verstehen. Bei Modellen mit komplexer und großer Geometrie ist es schwierig, Lecks zu erkennen und abzudichten. Dies kann zeitaufwendig sein und einen erheblichen manuellen Aufwand erfordern. Der Benutzer müsste das Modell zuerst durchsuchen, um alle Leckpfade zwischen dem Innen- und dem Außenbereich zu finden. Anschließend müsste er mehrere verschiedene CAD-Funktionen verwenden, um jeden Spalt einzeln zu schließen.
Lkw mit CAD-Unvollkommenheiten im Anhänger
Lecks in der CAD-Geometrie ermöglichen es dem Fluidnetz, während der Netzgenerierung zwischen den inneren und äußeren Bereichen zu entweichen. Das erschwert die Abgrenzung zwischen diesen Bereichen und kann sich potenziell auf die Analyse auswirken. Zwischen dem Inneren des Anhängers und dem Außenbereich gibt es einige Leckpfade. Die Abbildung hebt eine dieser Unvollkommenheiten in dieser CAD-Geometrie hervor, die zu einem Leck führen kann, durch das Fluidvolumen austreten könnte.
Versucht der Benutzer, das Äußere des Fahrzeugs zu vernetzen, leckt das Netz unbeabsichtigt über die zuvor genannten Leckpfade in den Anhänger. Die Abbildung unten zeigt eine Querschnittsansicht des Netzes, in der das Netz im Anhänger deutlich sichtbar ist.
Netz, das in den Anhänger leckt
Hier kann SEALS seine fortschrittlichen Funktionen ausspielen. Lecks werden mit einem einzigen Klick erkannt, wie in der Abbildung unten gezeigt. Der Algorithmus analysiert die Geometrie effizient und identifiziert umgehend alle Leckpfade, wodurch potenzielle Probleme sofort ersichtlich werden. Dieser automatisierte Prozess ermöglicht eine schnelle Erkennung, spart Zeit und gewährleistet Genauigkeit bei der Identifizierung aller Problembereiche des Modells.
Von SEALS identifizierte Lecks
Die SEALS-Methode bietet eine effiziente Möglichkeit, Leckpfade innerhalb eines Modells zu visualisieren und zu korrigieren. Die Funktion zeigt eine Vorschau des Innenvolumens nach dem Abdichten der Lecks, wie in der Abbildung unten dargestellt. Benutzer können so die Position des Innenvolumens anpassen und die gewünschte Form und Genauigkeit des Modells sicherstellen.
Vorschau des Innenvolumens nach dem Abdichten der Lecks
Nach der Identifizierung der Lecks in der Geometrie und der Prüfung des Innenvolumens über die Vorschau kann der Benutzer die Leckpfade leicht in einem einzigen Schritt schließen. Dieser Prozess dichtet die Lecks ab und grenzt die inneren und äußeren Zonen des Netzes voneinander ab. Das zuvor vereinheitlichte vernetzte Volumen wird anschließend in zwei separate Bereiche aufgeteilt: das Innenvolumen (hier rot) und das Außenvolumen (hier blau), wie in der Abbildung unten dargestellt.
Abgegrenzte Volumen: Blau = Außenvolumen, Rot = Innenvolumen
Nachdem die Volumen abgegrenzt wurden, kann der Benutzer schließlich wählen, welche Volumen für die weitere Simulation beibehalten werden sollen. In unserem Beispiel löschen wir das innere Anhängervolumen und fahren mit dem äußeren Volumen für die externe Aerodynamik-Simulation fort. Die Abbildung unten zeigt eine Querschnittsansicht des Netzes. Dabei wird der Unterschied zwischen dem ursprünglichen vernetzten Volumen aus der obigen Abbildung und dem vernetzten Bereich ohne das Innenvolumen in der Abbildung unten hervorgehoben.
Nach der Durchführung von SEALS
Nachdem die Lecks geschlossen wurden, kann der Benutzer die Physik und die Randbedingungen einrichten und mit der Simulation fortfahren.