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Allgemeine Einführung: Werkzeugvorsätze
Sie können einen Werkzeugansatz definieren, z.B. einen rechtwinkligen Kopf, und diesen in einer Sitzung von Creo NC verwenden. Der Vorsatz hält ein Werkzeug in einer festen nicht vertikalen Position, um die Bearbeitungsmöglichkeiten einer 3-Achsen-Maschine zu erweitern. Typische Beispiele sind die Bearbeitung von Ölnuten in einem Motorblock oder das Erzeugen von Bohrungen in der Seite einer Komponente.
Wenn Sie beim Einrichten der NC-Folge einen Werkzeugvorsatz angeben, wählen Sie ein zuvor definiertes Creo Modell (Teil oder Baugruppe) aus. Dieses Modell kann sehr einfach sein und nur aus zwei Koordinatensystemen mit den Namen SPINDEL_STEUERPUNKT (SPINDLE_CONTROL_POINT) und WKZG_ANSATZPUNKT (TOOL_ATTACH_POINT) bestehen, oder es kann ein vollständiges Volumenkörpermodell mit den entsprechenden Koordinatensystemen sein. Das Modell muss einen Parameter ANLAGEN_NUMMER (ATTACHMENT_NUMBER) enthalten, der für die CL-Dateiausgabe als Halterkennung verwendet wird.
Bei Verwendung eines Vorsatzes enthält die Werkzeugweganzeige sowohl das Werkzeug als auch den Vorsatz. Die CL-Ausgabe enthält unmittelbar vor dem LOADTL-Befehl den folgenden Block von Befehlen:
$$ HCSYS / transformation matrix from TOOL_ATTACH_POINT and
SPINDLE_CONTROL_POINT
PPRINT / HOLDER name
SET / HOLDER , attachment_number, SETOOL, xoffset, yoffset, zoffset, ATANGL, at, SETANG, st
Dabei gilt:
name – Dies ist der Name des Vorsatzmodells.
attachment_number – Dies ist der Wert des Modellparameters ANLAGEN_NUMMER (ATTACHMENT_NUMBER).
xoffset, yoffset und zoffset – Definiert die Position des Werkzeugansatzpunkts in Bezug zum Spindel-Steuerpunkt.
at – Definiert die ZF-Rotation der Werkzeugachse (in Grad) in Bezug zum Koordinatensystem SPINDEL_STEUERPUNKT (SPINDLE_CONTROL_POINT).
st – Definiert die XY-Rotation der Werkzeugachse (in Grad) in Bezug zum Koordinatensystem SPINDEL_STEUERPUNKT (SPINDLE_CONTROL_POINT).
Die positive Rotation folgt der Rechte-Hand-Regel.