So verwenden Sie angepasste Werkzeuge beim Bohren
Wenn Sie ein Werkzeugmodell im Modus Nach Referenz (By Reference) verwenden möchten, müssen Sie in der Regel alle Parameter festlegen, die Creo NC für den entsprechenden Werkzeugtyp benötigt. Es kann jedoch sein, dass Sie beim Bohren angepasste Werkzeuge einsetzen wollen, die sich nicht einfach durch die Werkzeugquerschnitt-Parameter eines der Bohrwerkzeugtypen beschreiben lassen. In Creo NC können Sie einen vereinfachten Satz von Parametern für ein Volumen-Bohrwerkzeug verwenden.
Für die Bohrbearbeitung benötigt Creo NC die folgenden Informationen über Ihr Werkzeug, um den Werkzeugweg und die richtigen CLDATA-Befehle generieren zu können:
• WKZG_DURCHMESSER – Schnittdurchmesser des Werkzeugs zur automatischen Tiefenberechnung.
• SPITZEN_VERSATZ – Abstand zwischen Werkzeug-Steuerpunkt (Tip) und Schulter (wo WKZG_DURCHMESSER beginnt).
• LÄNGE – Länge des Werkzeugs.
• SENK_WINKEL – Definiert für Kegelsenkwerkzeuge den resultierenden Fasenwinkel.
• TIP_ROTATION_ANGLE – Dieser Parameter gibt für die Werkzeuge für rückseitiges Ansenken in den Folgen für Rückwärtsbohren und Rückwärtssenken den Winkel zwischen dem Koordinatensystem TIP des Volumenwerkzeugs und der tatsächlichen Schneidkante des Werkzeugs an. Wenn Sie die X-Achse des Koordinatensystems TIP des Werkzeugs gegenüberliegend zur Schneidkante definieren, ist der Parameter TIP_ROTATION_ANGLE nicht erforderlich.
Wenn Sie ein Bohrwerkzeugmodell abrufen, werden diese vereinfachten Parameter zur Werkzeugdarstellung benutzt, sofern der Parameter SPITZEN_VERSATZ gefunden wurde. Beim Festlegen eines Volumenmodells für ein Bohrwerkzeug müssen Sie daher nur die oben genannten Parameter und das Koordinatensystem mit dem Namen TIP angeben und können dann dieses Modell mit dem Modus Nach Referenz (By Reference) für NC-Folgen zum Bohren verwenden.