Bedingungen zuordnen
Bevor Sie mit Parametrisches Konstruieren Varianten eines Teils erstellen können, müssen Sie dem Teil Bedingungen zuordnen. Damit die Variante erstellt werden kann, müssen diese Bedingungen für jedes Element in der Zone eindeutig und korrekt vorgegeben werden. Ist einem Element keine oder eine fehlerhafte Bedingung zugeordnet, kann keine Variante erstellt werden.
Bedingungen können manuell oder automatisch zugeordnet werden. Normalerweise wird der Ingenieur bei der Arbeit folgende Verfahren kombinieren:
1. Das aktuelle Teil durch umfassendes Zuordnen von Bedingungen vollständig beschreiben.
a. Wichtigen Elementen des Teils einzelne Bezugsbedingungen und beispielsweise Symmetrieachsenbedingungen manuell zuordnen.
b. Wenn große Abschnitte der Geometrie des Teils gemeinsam als Einheit bewegt werden können, fassen Sie diese Abschnitte mit Starr in der Gruppe Erstellen auf der Registerkarte Parametrisch zu starren Körpern zusammen. Dadurch lässt sich die Zahl der Bedingungen, die für das Teil benötigt werden, reduzieren.
c. Ordnen Sie den übrigen Elementen mit Vollständig automatisch eine angemessene Anzahl von Bedingungen zu.
2. Wenn Sie zum Erzeugen von Varianten die Schaltflächen in der Gruppe Ausführen auf der Registerkarte Parametrisch verwendet haben, überprüfen Sie die möglichen Ergebnisse anhand der Vorschau. Möglicherweise müssen Sie einige Bedingungen noch optimieren.
3. Verändern Sie zum Erstellen der gewünschten Variante des aktuellen Ausgangsteils ggf. noch eine oder mehrere Bedingungen. Möglicherweise müssen noch Bedingungen gelöscht, hinzugefügt oder ihnen zugeordnete Werte verändert werden, um die gewünschte Variante zu erhalten.
So können Sie Bedingungen manuell zuordnen oder ändern:
1. Klicken Sie auf Parametrisch und anschließend in der Gruppe Erstellen auf Randbedingungen.
Das DialogfensterRandbedingungen erstellen wird geöffnet.
2. Klicken Sie im Bereich Aktion auf Zuweisen.
3. Wählen Sie im Feld Art eine Bedingungsart aus (z. B. Winke, Bemaßung, Größe).
4. Klicken Sie auf Übernehmen.
5. Wählen Sie die Zeichnungselemente für den Empfang der Bedingung aus.
Beim Zuordnen einer Bedingung wird diese mit einem Symbol gekennzeichnet.
Bedingungen u. a. für Winkel, Abstand und Bemaßungen können beim Zuordnen sowohl mit parametrischen als auch mit numerischen Werten versehen werden. Ein parametrischer Wert kann eine Textbeschriftung, ein Creo Elements/Direct Drafting Ausdruck oder ein Makroname sein. Diese werden beim Erstellen der Variante in einen numerischen Wert für die Bedingung umgewandelt. Parameter können, wenn sie aufgelöst werden (beim Erstellen der Variante), mathematische Funktionen ausführen oder Bezüge zu anderen Parametern herstellen. Die Möglichkeit, Teilen parametrische Bedingungen zuzuordnen, macht "Parametrisches Konstruieren" zu einem überaus wirkungsvollen Werkzeug für das Erstellen von Varianten.
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